Jürg Feudiger

Jürg Freudiger

Dr. phil. Jürg Freudiger, Jahrgang 1962, gebürtiger Bieler, studierte in Bern Philosophie und Germanistik. Kein Zweifel, die Promotion über Kants «Grundlegung» hat bei ihm Spuren hinterlassen. Das zeigt sich auch in seiner akademischen Annäherung an den Rebensaft. Nach seinem Einstieg in die Welt der Werbung gründete er 1997 die Firma freudiger text konzept. Die Affinität zu den Themen Marketing und Werbung verbindet ihn und Thorsten Kaletsch. Auch beim Wein kann ein guter Marktauftritt einiges bewirken.

Freudiger ist Fan von klassischen europäischen Anbaugebieten (Bordeaux, Toscana, Piemont, Rhône). Besondere Aufmerksamkeit gilt aber auch den Weinen der Schweiz (Tessin, Herrschaft) und natürlich insbesondere dem Bielerseewein, für den er sich auch privat engagiert. «Bielerseeweine werden oft zu jung getrunken», ist er überzeugt. Ganz anders hält er es mit überreifem Bordeaux, wo er oft von Gerontophilie spricht. Restsüsse Weine kommen ihm nicht ins Glas.

Beeindruckendstes Weinerlebnis: Ein Guigal Brune & Blonde aus den frühen Achtzigern zu einem Wildschweinkotelett. Und eine Vertikale auf Château Gruaud-Larose.

Lieblingsweingüter: Johanniterkeller, Tenuta San Giorgio, Podere Grattamacco, Château Phélan-Ségur.

Thorsten Kaletsch

Thorsten Kaletsch

Thorsten Kaletsch, Jahrgang 1966, gebürtiger Lengnauer, besitzt keinen Doktortitel. Er ist ein Mann der Tat, ein kreativer, begeisterungsfähiger Macher. Das Ideennetzwerk brainbow.ch ist nur eines seiner vielen realisierten (und nicht realisierten) Projekte. Nach der Matura am Gymnasium Biel und einigen Semestern an der Uni Bern erlernte er den Beruf des Journalisten von der Pike auf. Tages- und Magazinjournalismus, Ressortleiter, Chef vom Dienst, Chefredaktor: Nach vielen Erfahrungen gründete er 2001 die Textagentur textatelier.ch, die er seitdem als Geschäftsführer leitet.

In Sachen Wein vertritt er eine klare Philosophie: «Das Thema Trinkreife wird massiv unterschätzt. 90 Prozent aller guten Weine werden zu jung getrunken!» In seinen Degustationsnotizen richtet er sich nach der Philosophie der Masters of Wine: No fruit salad in your tasting notes. «Ein Wein kann fruchtig oder säurebetont sein, er kann Restsüsse haben oder gerbstoffreich sein; nach Aromen von Früchten zu suchen, macht selten Sinn.»

Beeindruckendstes Weinerlebnis: Dinner mit Robert Mondavi, Interview mit Christian Moueix. Und: Clos de Tart 1978, Mission Haut-Brion 1989 sowie Musigny Vieilles Vignes 1979 von Comte de Vogüé.

Lieblingswinzer: Larry Turley, Vanya Cullen, Martin Hubacher, Elisabetta Gepetti, Alois Kracher.


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