Corton-Perrières 2005

Dubreuil-Fontaine, Pernand-Vergelesses, Appellation Corton-Perrières Grand Cru Contrôlée
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Pinot Noir
Jahrgang: 2005
Preis: Ca. CHF 90.–
Degustiert: 11/2018
Freudiger: Dunkles Purpur. Zurückhaltende Nase, dann einige noble, fast buttrige Klänge. Auch im ersten Eindruck eher zurückhaltend. Wirkt warm und sanft. Holz gut eingebunden, etwas Frucht vorhanden, derzeit aber zurückgebunden. Recht eindrückliche aber samtene Gerbstoffe. Eine Ahnung von Grösse, aber derzeit extrem adstringierend. Unbedingt dekantieren. Könnte noch zulegen.
Gesamturteil: Wird seinem Renommée auch in diesem Jahrgang nicht ganz gerecht: 17/20
Kaletsch: Mittleres Purpurrot. Eher diskrete, noch holzbetonte Nase mit ersten animalischen und minimal oxidativen Anflügen, lässt eine breite Aromatik erahnen. Am Gaumen schlank, aber sehr lang: viel Säure, viel Tannin, ein klassischer Burgunder in einer reduktiven Phase. Noch gar nicht zugänglich: Braucht viel Zeit, bis er harmonischer ist.
Gesamturteil: Aktuell kein Trinkgenuss, aber ein seriöser Wein: 16,5/20 (Potenzial 18)
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Chardonnay Magliocco 2015

Daniel Magliocco, St.-Pierre-de-Clages, AOC Valais
Rubrik: Alltagsweine
Trauben: 100% Chardonnay
Jahrgang: 2015
Preis: Ca. CHF 19.–
Degustiert: 11/2018, eingereicht von Zapfenzieher
Freudiger: Nase verhalten, dezente Frucht; öffnet sich mit der Zeit, etwas Bittermandeln. Am Gaumen beeindruckender Auftritt, cremig mit prägnanten Holznoten, viel Vanilletoasting, aber auch Steinfrüchte. Gute Textur, durchaus strukturiert. Am hinteren Gaumen tritt eine schöne Säure auf. Im mittellangen Abgang leichte Bitternoten. Braucht vielleicht noch ein, zwei Jahre.
Gesamturteil: Nicht besonders typischer Chardonnay mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis : 15/20
Kaletsch: Mittleres Gelb mit leichten Orange-Reflexen. Eher zurückhaltende, reif-fruchtige Nase, die an Heida erinnert. Am Gaumen eine markante, fast stechend wirkende Säure, dazu etwas Restsüsse und eine tolle, fruchtige Aromatik: schöne Balance! Kein typischer Chardonnay-Vertreter, aber ein spannender Wein, der noch etwas Lagerung verträgt.
Gesamturteil: Spannender Apérowein: 15+/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Château Mont-Redon 2010

Domaine de Mont-Redon, Châteauneuf-du-Pape AOC
Rubrik: Klasseweine
Trauben: Cinsault, Grenache, Mourvèdre, Syrah
Jahrgang: 2010
Preis: Ca. CHF 35.–
Degustiert: 11/2018
Freudiger: Dichtes Granat mit aufhellenden Rändern. Kühle Nase mit Leder, Würze und eingekochten Früchten. Am Gaumen von eher schlanker Statur, dabei aber jederzeit mit einer schönen Präsenz und einer gut begleitenden Säure. Ich meinte überreife Mourvèdere-Frucht zu erkennen. Es dominieren aber würzige Aromen, die ins Bouillonartige zu kippen drohen. Trotzdem darf er noch ein, zwei Jahre lagern.
Gesamturteil: Insgesamt ein klassischer Ch9dP für Einsteiger: 17/20
Kaletsch: Mittleres Granat. Typische Rhone-Nase mit Frische, Frucht und Würze (Syrah-Aromatik). Auch am Gaumen eine schöne Würzigkeit, aber in atypischer Weise ein eher schmales Aromenspektrum. Mittlerer Körper, erstaunliche Länge und noch ziemlich adstringierende Gerbstoffe. Seine beste Genussphase kommt noch!
Gesamturteil: Preislich interessanter Châteauneuf: 17-/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Unter der Linde 2005

Weingut zur Linde, Michel Jaussi, Sommerhalde-Villnachern Grand Cru AOC
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Pinot Noir
Jahrgang: 2005
Preis: Ca. CHF 55.–
Degustiert: 11/2018, eingereicht von Mike H.
Freudiger: Dunkles Purpur. Fulminante Pinot-Nase mit Erdbeerenkonfitüre und jeder Menge Himbeeren, auch eichenduftig. Am Gaumen derzeit massiv adstringierende Gerbstoffe, die praktisch jede Frucht verunmöglichen – falls sie denn da ist. Substanz ist wohl vorhanden, aber auch nur zu erahnen. Säure sehr okay. Viel zu viel Holz, wirkt insgesamt gemacht. Nach Belüftung etwas zugänglicher.
Gesamturteil: Wenn er bloss hielte, was die Nase verspricht… : 15/20
Kaletsch: Mittelhelles Granat, das an den Rändern ins Bräunliche übergeht. Traumhaft reife Pinot-Nase im Stile eines Top-Burgunders, mit den gewünschten animalischen Anflügen. Am Gaumen viel Säure und Gerbstoff, sehr schlank. Klassisch vinifiziert und sehr lang, am Ende ins Bittere kippend. Zuviel Holz für dieses Traubengut? Oder zu viel Extraktion?
Gesamturteil: Grosse Diskrepanz zwischen Nase und Gaumen: 15,5/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Château Musar 2007

Gaston Hochar, Bekaa Valley
Rubrik: Klasseweine
Trauben: Cabernet Sauvignon, Cinsault, Carignan, Syrah
Jahrgang: 2007
Preis: Ca. CHF 40.– (Normalflasche)
Degustiert: 11/2018, eingereicht von Zapfenzieher
Freudiger: Ins Ziegelrot spielendes Granat. Nase mit eingekochten Sultaninen und leicht oxidativen Noten, lässt einen Wein im Amarone-Stil erwarten. Dieselben Noten im Mund, wirkt ultrasüss, Wagenladungen von Weinbeeren, eingekochten Pflaumen und Feigen (?), dazu der übliche, brettige Leder- und Kellergroove. Dann haben die Gerbstoffe ihren Auftritt und nageln die ganze Sache zu. Fast ungeniessbar. Passt vermutlich zu Surströmming (yup, googeln).
Gesamturteil: Gleichzeitig oxidativ und zu jung? Musar war noch nie mein Ding: 15/20
Kaletsch: Helles Purpur mit orange-braunen Reflexen. Animalisch-oxidative Nase, die eine überreife Frucht und Konzentration im Amarone-Stil erwarten lässt. Am Gaumen rosinig und breit. Obwohl im Schöppli-Format, noch sehr jugendlich und mit einigem Gerbstoff. Definitiv noch nicht in bester Genussreife, zeigt aber schon auf, wie gut er werden wird! Mag man, oder mag man nicht.
Gesamturteil: Klar im Pro-Musar-Lager! 17+/20 (Potential 18+)
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Papillon 2014

Orin Swift, Napa Valley Red Wine
Rubrik: Ausnahmeweine
Trauben: Cabernet Sauvignon, Merlot, Petit Verdot, Malbec, Cabernet Franc, Petite Sirah
Jahrgang: 2014
Preis: Ca. CHF 100.–
Degustiert: 11/2018, eingereicht von Adrian Warmbrodt
Freudiger: Knackiges Purpur. Rhône-Nase (!) mit coolen Frucht- und würzigen Minze-Noten, sehr einladend. Der Gaumen eine helle Freude, viel tiefgründige Frucht, dabei sehr frisch wirkend. Umwerfende Struktur und viel Tiefgang. 15,5 Umdrehungen und trotzdem elegant. Zum Schluss Teenoten und noch einmal viel Frucht. Endet lang. Der Wein ist in der Fruchtphase, daher: rasch trinken – oder 15 Jahre weglegen.
Gesamturteil: Man muss es einfach mögen, ob man will oder nicht: 19/20
Kaletsch: Tiefdunkles Purpurviolett. In der Nase eine geballte Ladung Frucht und eine exquisite Barriquewürze. Auch am Gaumen opulente Frucht, sehr dicht und mit filigranen, aber noch deutlich spürbaren Tanninen. Nie billig wirkend, sondern mit klassischer Eleganz. Tolles Gerüst mit schöner Säure, aber noch sehr jugendlich. Ein Monumentalwein, der mit Lagerung noch deutlich zulegen wird.
Gesamturteil: Nicht nur die Flasche ist ein Meisterwerk: 18/20 (Potenzial 19)
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Clos du Marquis 2000

St. Julien AC
Rubrik: Klasseweine
Trauben: Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Petit Verdot
Jahrgang: 2000
Preis: Ca. CHF 65.–
Degustiert: 11/2018
Freudiger: Dunkles Granat. Klassische Bordeaux-Nase mit herrlicher Frucht (Cassis, Brombeere, etwas Peperoni). Im Mund sehr homogen, gute Textur, straff und aristokratisch, steht wie eine Eins. Wiederum tolle Frucht, etwas Lakritze. Hat noch Gerbstoffe. Im Abgang etwas kürzer, als es der Gaumen erwarten lässt.
Gesamturteil: Klassischer Spass-Bordeaux, am Anfang der Trinkreife : 17,5/20
Kaletsch: Tiefdunkles Granatrot. Opulente Nase mit reifer Frucht, Röstaromen und Zedernholz, die an erstklassige St-Estèphes erinnert. Am Gaumen ein tolles Gerüst aus Säure und Gerbstoffen. Erste Reifearomen, am Ende noch ziemlich adstringierend. Verträgt noch ein paar Jährchen Lagerung.
Gesamturteil: Echter Genusswein aus gutem Hause: 18-/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Bourgogne Blanc 2015

Domaine Roulot, Appellation Bourgogne Contrôlée, Meursault
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Chardonnay
Jahrgang: 2015
Preis: Ca. CHF 70.–
Degustiert: 10/2018, eingereicht von Zapfenzieher
Freudiger: Helles Gelb mit deutlichen Grünklängen. Klassische Chardonnay-Nase mit (attraktiven!) grünlichen Noten. Auch im Mund sehr klassisch, herrliche Dichte, gute Textur, sehr druckvoll. Derzeit noch stark vom Barrique geprägt, darum klassische Toast-Noten, derweil die Frucht noch im Hintergrund wirkt. Unverkrampft, mehr Sein als Schein: Die Basisappellation ist ein Understatement. Freude kommt auf.
Gesamturteil: Edler aber unkomplizierter Trinkspass: 16/20
Kaletsch: Mittleres Gelb, das ins Grünliche zieht. Frische Nase mit leicht verbrannten Aromen (vom Toasting?). Am Gaumen schlank, aber extrem lang. Ein weisser Burgunder klassischer Prägung mit viel Säure und schöner Barrique-Aromatik. Vom Niveau her eher ein Grand Cru. Kein Wunder, ist dieser Wein so teuer und so schwer zu bekommen!
Gesamturteil: Seriöser, schlanker Chardonnay: 17,5/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Sauvignon Blanc Botrytis 1999

Robert Mondavi Winery, Oakville, Napa Valley, USA
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Sauvignon Blanc
Jahrgang: 1999
Preis: Ca. CHF 28.–
Degustiert: 10/2018
Freudiger: Caramelfarbener Cognac-Ton. Duft nach Aprikosen und weissem Tee, etwas Petrol. Auch am Gaumen intensive Aprikose, begleitet von Orangenzesten. Wirkt zunächst üppig, verliert sich dann aber. Auch im Abgang eher schlank. Auf den zweiten Schluck ein ausgewogenes Süss-Säure-Spiel, schöne Dichte, harmonischer Wein. Zu Tarte Tatin ein Gedicht, wenn auch ein bisschen ältlich wirkend.
Gesamturteil: Fristet ein schönes Rentnerdasein ohne Todesangst: 17/20
Kaletsch: Dunkle Bernstein-Farbe mit orangen Reflexen. Nase mit Aromen von Dörrfrüchten, Stroh und Schwarztee. Am Gaumen eine schöne Säure, welche die Restsüsse aufwiegt. Tolle Balance! Von der Struktur her noch jung, in punkto Aromatik und Farbe aber überraschenderweise bereits über dem Zenith.
Gesamturteil: Ein Botrytis-Wein zum Austrinken: 17/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Punto 2012

Azienda Agricola Punto Zero, IGP – Veneto, Colli Berici (Vicenza)
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Merlot
Jahrgang: 2012
Preis: Ca. CHF 60.–
Degustiert: 10/2018, eingereicht von Zapfenzieher
Freudiger: Sehr dichte, fast schwarze Farbe. Geruch nach Rumtopf, üppig, rosiniert, too much. Wahnsinnig dichter Auftritt, prononciert extraktreich, erinnert an eine auf üppig getrimmte Photoshop-Blondine. Im mittleren Gaumen aussagelos, langweilig. Im eher kurzen Abgang dann doch noch etwas Merlot-Frucht. Gesucht, unklarer Ausdruck. Braucht etwas Zeit und entspannt sich im Glas allmählich.
Gesamturteil: Moderner, etwas herkunftsloser Wein, für mich kaum zu bewerten: 16-17/20
Kaletsch: Sehr dunkles Purpur. Opulente Fruchtnase mit viel Zedernholz (Barrique). Am Gaumen äusserst extrahiert, viel Frucht, tendenziell etwas wenig Säure, dafür feine Tannine und Röstaromen vom Barriqueausbau. Eher kurz. Braucht aktuell viel Luft, weil er eindeutig noch zu jung ist. Nicht als Merlot erkennbar, was bei einem Ausbau von 36 Monaten in 100% neuen französischen Barriques nicht überrascht.
Gesamturteil: Ein Merlot im Mainstream-Stil: 17/20 (Potenzial 18?)
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Châteauneuf-du-Pape Barbe Rac 1998

Michel Chapoutier, Appellation Châteauneuf Contrôlée, Côtes du Rhône, Tain l’Hermitage
Rubrik: Ausnahmeweine
Trauben: 100% Grenache
Jahrgang: 1998
Preis: Ca. CHF 120.–
Degustiert: 10/2018
Freudiger: Erstaunlich frisches Rot mit aufhellendem Rand. In der Nase Pflaumenkompott, etwas Wald, Altersnoten. Am Gaumen extreme Rosinen-Süsse. Noch gut strukturiert, präsente Säure, angenehme Textur. Nach etwas Belüftung eine Wahnsinns-Frucht-Kräuter-Orgie. Nach wie vor einige Gerbstoffe vorhanden. Ganz am Schluss noch einmal eine Ladung Lakritze, Kaffee und Kräuter. Perfekter Essensbegleiter; insgesamt verliert der Wein jedoch an Spannung. Deshalb, trotz seiner legendären Lagerfähigkeit: austrinken.
Gesamturteil: Ein eindrückliches Ch9dP-Erlebnis: 18,5/20
Kaletsch: Mittelhelles Ziegelrot mit Orange-Schimmern. Rosinige und kräuterige Nase, die an einen reifen Amarone erinnert. Am Gaumen traumhaft: Extrem lang, viel Extrakt, erste Reifearomen und eine wunderbare, ätherische Fruchtsüsse, die sogar Giuseppe Quintarelli und Larry Turley zum Staunen bringen würde. Perfekte Trinkreife! Ein ganz grosser Wein!
Gesamturteil: Wehe, wenn Chapoutiers Weine trinkreif sind: 19/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Maastricht Auxerrois 2016

Hoeve Nekum, Jekerdal Maastricht, Limburgse Landwijn, Beschermde Geografische Anduiding Limburg
Rubrik: Alltagsweine
Trauben: 100% Auxerrois
Jahrgang: 2016
Preis: Ca. CHF 12.–
Degustiert: 10/2018
Freudiger: Zartes Altgelb. Diskrete aber feinfruchtige Nase mit etwas Pfirsich. Leider zuviel Restsüsse. Dahinter aber eine sehr gefällige Frucht mit Aprikose und weissen Kirschen, auch Anklänge von Kräuterhonig. Etwas Kohlensäure. Durchaus Struktur, in der Mitte fast opulent und recht vielschichtig, aber die Säure kommt zu kurz. Nettes Preis-Leistungs-Verhältnis. Aus den Niederlanden wird noch mehr kommen!
Gesamturteil: Schade, dass man sich hier von deutscher Zuckerschwänzchenseeligkeit hat anstecken lassen: 15/20
Kaletsch: Sehr helles Gelb mit leichten Rosareflexen. In der Nase überwältigend fruchtige Aromatik, an Uva Americana erinnernd (Gummibärchen). Am Gaumen Frucht, eher wenig Säure und etwas viel Restsüsse, relativ kurz. Sehr gefällig vinifiziert. Easy drinking für Einsteiger zu einem fairen Preis!
Gesamturteil: Ein Crowd Pleaser ohne grosse Ansprüche: 15/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Les Rissieux 2012

Neuchâtel AOC, Domaine de la Rochette, Jacques Tatasciore, Cressier
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Pinot Noir
Jahrgang: 2012
Preis: Ca. CHF 75.–
Degustiert: 10/2018
Freudiger: Dunkel funkelndes Rubin. Duft nach Erdbeergelee und Kräutern am Wegrand nach einem Sommerregen. Begleitet von ebenso prägnanten wie perfekten Holznoten. Auch der Gaumen ist geprägt vom Neuholz. Viel Holz. Für mich zu viel Holz. Darunter lodert aber ein dichtes, intensives Pinot-Feuer, ausserordentlich dicht gewoben, komplex mit schwarzen Kirschen. Könnte in einigen Jahren grossartig sein, ich sehe Potenzial für 18 Punkte, wenn nicht mehr – falls sich die Barriquenoten tatsächlich einfügen.
Gesamturteil: Im aktuellen Zustand nur für Biber und andere Eichenraspler: 16/20
Kaletsch: Mittleres Granatrot, eher dunkel für einen Pinot Noir. Opulente Nase mit Frucht und viel Eichenholzwürze. Am Gaumen breite Aromatik, viel Frucht, viel Extrakt und feine Tannine. Ein exzellenter Pinot im Barrique-Stil schweizerischer Prägung, perfekt ausgewogen und mit grosser Lagerfähigkeit. Ein rarer Tropfen eines Winzers mit Weltklasseniveau.
Gesamturteil: Für Liebhaber von Barrique-Pinots: 17,5/20 (Potenzial 18+)
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Corton-Perrières 2008

Dubreuil-Fontaine, Pernand-Vergelesses, Appellation Corton-Perrières Grand Cru Contrôlée
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Pinot Noir
Jahrgang: 2008
Preis: Ca. CHF 70.–
Degustiert: 10/2018
Freudiger: Helles Granat mit leichten Braunreflexen. Geruch nach Kuhstall und nassem Hund, nach Belüftung Brombeeren und Erdbeergelee. Klassischer Pinot-Noir-Gaumen. Eher bescheiden strukturiert und leichtgewichtig aber durchaus mehrdimensional. Leider kaum Frucht. Sehr trocken, adstringierend. Abgang würzig, mittellang. Schwierige Phase? Kommt noch was? In fünf Jahren nochmal probieren; aber für dieses Geld bekommt man wesentlich gehaltvollere Pinots aus der Schweiz und Deutschland.
Gesamturteil: Für einen Grand Cru dieser Lage enttäuschend: 15/20
Kaletsch: Helles Granatrot mit bereits leichtem Orange-Einschlag. Zurückhaltende Nase mit atypisch wenig Frucht (wo sind die roten Beeren?), leicht ausgetrocknet, animalisch und rostig wirkend. Am Gaumen dann klar als Pinot erkennbar: schöne Struktur, genügend Säure und noch gut spürbare Tannine, aber für einen Grand Cru doch überraschend wenig Extrakt. Befindet sich entweder in einer reduktiven Phase, oder das Traubengut war nicht erstklassig.
Gesamturteil: 17-/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Kung Fu Girl 2016

Charles Smith Wines, Riesling Columbia Valley Washington State
Rubrik: Alltagsweine
Trauben: 100% Riesling
Jahrgang: 2016
Preis: Ca. CHF 15.–
Degustiert: 10/2018
Freudiger: Zartes Hellgelb. Gummischlauch-Nase. Hohe Restsüsse, die aber durch eine knackige Säure gut aufgefangen wird. Im Mund zeigen sich Petrolnoten, dazu weisser Pfirsich, etwas Grapefruit sowie herrliche Schiefertöne. Druckvoll. Charmanter Abgang. Trinkfluss ohne Ende. Blind hätte ich das für einen vielleicht achtjährigen Rheingau-Kabinett gehalten.
Gesamturteil: Ein Ami-Riesling zum Wegsaufen: 16/20
Kaletsch: Helles Gelb mit grünlichen Schimmern. In der Nase üppige Frucht und die Aromatik eines gereiften Rieslings: Gummi und Petrol. Am Gaumen breit, wunderbares Säure-Süsse-Spiel in perfekter Balance und beachtliche Länge. Hoher Alkoholgehalt für einen Riesling mit dieser Süsse (12%). Keine Frage: Charles Smith ist ein Meister seines Fachs. Ein echter Trinkspass!
Gesamturteil: Viel Wein für wenig Geld: ein absoluter Best Buy: 17,5/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Big Red Beast 2017

Côtes Catalanes IGP, les Celliers Jean d'Alibert
Rubrik: Alltagsweine
Trauben: Alicante Bouschet, Merlot, Grenache Noir, Cabernet Sauvignon, Syrah, Pinot Noir, Malbec, Cabernet Franc, Carignan
Jahrgang: 2017
Preis: Ca. CHF 15.–
Degustiert: 10/2018
Freudiger: Dunkel schimmerndes Rot. Im Bouquet süsse, kandierte Früchte, eingemachte, eingedampfte, assugrin-gesüsste, künstliche Himbeeren. Lässt an Panettone denken (Zitat Zapfenzieher). Auch am Gaumen gewaltige, aber künstlich wirkende Fruchtsüsse, much too much, dies bei wenig Struktur und kaum vorhandenem Abgang. Hier wurde zu viel versucht.
Gesamturteil: Eine Art alkoholischer Brotaufstrich für die Generation Red Bull: 13/20
Kaletsch: Mittleres Purpur, das fast in Richtung Violett geht. Aussergewöhnliche, aber etwas künstlich wirkende Nase mit Himbeer- und Apfel(!)-Aromatik. Am Gaumen ausgewogen, aber kurz. Massiv auf «ready-to-drink» getrimmt. Keine störenden Noten, aber etwas gar süsslich geraten (ohne echte Extraktsüsse). Unverständlich, weshalb Mövenpick diesen Wein so positiv bewertet (mit anderer Angabe der verwendeten Traubensorten).
Gesamturteil: Getunter Marketingwein: 14/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Bianco Rovere 1996

Guido Brivio, Mendrisio, Ticino DOC, Bianco di Merlot
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Merlot
Jahrgang: 1996
Preis: Ca. CHF 30.–
Degustiert: 10/2018
Freudiger: Sattes Gelb mit grünen und goldenen Schimmern. Interessantes, dunkel anmutendes Bouquet mit Stein, Rauch und etwas Speck. Am Gaumen deutliche Altersnoten, ein bisschen Petrol, angedeutete Steinfrüchte und Honig. Dazu Schiefer und eine zarte Würzigkeit. Sehr präsente Säure, die den Wein wohl über die Jahre gerettet hat. Ein durchaus rüstiger Opa.
Gesamturteil: In erstaunlicher Form: 15/20
Kaletsch: Honigfarbenes Gelb mit grünlichen und bräunlichen Reflexen. In der Nase erstaunlich jung wirkend, schöne Holzaromatik, die an einen Chardonnay erinnert, keinerlei störende Alterstöne, aber auch keine Frucht. Am Gaumen immer noch eine schöne Säure, aber etwas gar wenig Substanz. Cremige Textur und am Schluss fast salzig.
Gesamturteil: Get real – ein 22-jähriger Merlot in Weiss! 16,5/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Château Phélan-Ségur 2005

AC Saint-Estèphe Cru bourgeois exceptionnel
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 50% Merlot, 47% Cabernet Sauvignon, 3% Cabernet Franc
Jahrgang: 2005
Preis: Ca. CHF 45.–
Degustiert: 9/2018, eingereicht von Zapfenzieher
Freudiger: Yessss! Bereits in der Nase einnehmende, verführerische, betörende Düfte; dunkelfruchtig mit Kräuternoten, die sich mit etwas Belüftung entwickeln. Am Gaumen füllig, eingekochte Zwetschgen mit viel Rahm, dichte Frucht, harmonisch. Herrliches, perfekt eingebundenes Toasting, nach wie vor mit viel Kaffee und Vanillie. Wirkt ein kleines bisschen wie ein Schönling. Wundervoller, langer Abgang.
Gesamturteil: Coup de Coeur! 19/20
Kaletsch: Mitteldunkles Purpur mit lila Schimmer. Sehr typische Saint-Estèphe-Nase mit Frucht, Zedernaromatik, Tabak und einem Toasting im Stil von Cos d’Estournel. Am Gaumen ist hinter dem markanten Gerbstoff-Gerüst viel Frucht und eine beeindruckende Struktur erkennbar. Zweifellos ein grosser Wein, der die besten Jahre noch vor sich hat. Mindestens noch fünf Jahre reifen lassen!
Gesamturteil: Jetzt schon zu trinken, wäre schade! 18/20 (Potenzial 19!)
Kommentar schreiben (2 Kommentare)

The Coppermine Road 1999

D’Arenberg, McLaren Vale
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Cabernet Sauvignon
Jahrgang: 1999
Preis: Ca. CHF 50.–
Degustiert: 9/2018
Freudiger: Kräuterige Altersnoten dominieren die Nase, auch einige Medizinaltöne (Jod). Extrem mundfüllender Auftritt mit völlig unerwarteter Süsse. Ultimativ extraktreich, dicht, fast cremig im Mund. Viele Tertiäraromen. Daneben jedoch eine knackige Säure. Frucht hingegen ist kaum mehr vorhanden. Abgang mit prägnanten Eindrücken von Zigarrenkiste.
Gesamturteil: Für Gerontophile sicher 19 Punkte, für mich over the top; noch 16/20
Kaletsch: Purpur mit bräunlichen Rändern. In der etwas fehlerhaften Nase Kräuter, Jod, Bouillon, Zedernholz und Eukalyptus, aber leider auch oxydative und madeirisierte Töne. Am Gaumen dann lupenrein, dicht, extraktreich mit schönen Cabernet-Fruchtaromen und einer wunderbaren Extraktsüsse sowie schönen Länge.
Gesamturteil: Bei perfektem Bouquet 18,5, so nur 17,5/20
Kommentar schreiben (0 Kommentare)

Château Branaire 2001

Saint-Julien Grand Cru Classé
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 70% Cabernet Sauvignon, 22% Merlot, 5% Cabernet Franc, 3% Petit Verdot
Jahrgang: 2001
Preis: Ca. CHF 60.–
Degustiert: 9/2018
Freudiger: Fast jugendliches, extrem dunkles Rubin. Diskrete, aber sehr typische Nase mit dunklen Früchten und Curry-Klängen. Am Anfang herrliche Bordeaux-Aromatik. Dann jedoch etwas gar dünn; es mangelt an Struktur, gegen Ende einige Andeutungen von Fleischsuppe. Eher am Ende der Trinkreife.
Gesamturteil: Für Liebhaber des klassischen Altherrenbordeaux. Austrinken 16/20
Kaletsch: Recht dunkles, fast ins Violettrot kippendes Rubin. Verhaltenes, reduktiv wirkendes Bouquet mit Zedern und Toastingaromen. Nach längerer Belüftung dann Reife- und Tertiäraromen wie Leder. Am Gaumen präsente, aber nie störende Gerbstoffe, bereits sehr trinkreif und erstaunlich wenig Extrakt. Ein einfacher Bordeaux, der bereits jetzt Spass macht.
Gesamturteil: Einfacher Trinkgenuss für Bordeaux-Fans. 17/20
Kommentar schreiben (3 Kommentare)

textatelier.ch | Weinchecker | Elfenaustr. 5 | 2502 Biel | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!