Crasto 2015

Quinta do Crasto, DOC Douro, Sabrosa
Rubrik: Alltagsweine
Trauben: Tinta Roriz, Tourriga Nacional, Tourriga Franca, Tinta Barroca
Jahrgang: 2015
Preis: Ca. CHF 16.–
Degustiert: 8/2019, eingereicht von Erich Nejedly
Freudiger: Undurchdringliches, tiefgründiges Bordeauxrot mit Purpurreflexen. Verhaltene Nase mit Waldfrüchten und erdigen Holznoten. Etwas scharfer Beginn mit viel Alkohol und schneidender Säure. Eher rotfruchtig, schlank, es fehlt ein bisschen an Substanz und Breite. Rustikale Gerbstoffe dominieren, im Hintergrund wirken aber tolle Fruchtnoten und eine recht komplexe Aromatik und Textur. Langer Abgang, derzeit aber noch etwas aufdringlich und holprig. Schwer einzuordnen.
Gesamturteil: Möglicherweise in einer schwierigen Phase. A suivre. 15/20
Kaletsch: Dunkles Purpur. Frische primärfruchtige Nase mit breiter Aromatik. Am Gaumen in der ersten Phase überraschend viel Substanz, in der zweiten Phase dann eher dünn. Die Tiefe fehlt. Schöne Aromatik mit Frucht und ersten Reifearomen, am Ende sorgen die Gerbstoffe aber für einen leicht bitter-herben Abgang.
Gesamturteil: Leichter Genusswein ohne Misstöne. 15,5/20
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Vale do Lacrau 2015

DOC Douro Reserva, «Field Blend», Secret Spot Wines, Rui Cunha, Favaios
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 30% Touriga Franca, 30% Tinta Roriz (Tempranillo), 20% Touriga National, 20% Tinta Barroca
Jahrgang: 2015
Preis: Ca. CHF 25.–
Degustiert: 1/2019
Freudiger: Sehr dunkles Rubin mit Schwarzreflexen. Diskrete Nase mit verführerischer dunkler Frucht (Pflaumen). Gaumen etwas gar breit, überreif-fruchtig und etwas knallig wirkend. Viel Kirsche und andere dunkle Kernfrüchte. Holzausbau deutlich spürbar, Tannine noch etwas ungestüm. Auch recht heftige Säure, das Ganze wirkt derzeit noch etwas unharmonisch. Nicht auf der Höhe, derzeit enttäuschend, braucht noch etwas Lagerung.
Gesamturteil: Ein Marketingprodukt, wirkt etwas gar gemacht: 16/20
Kaletsch: Mittleres Rubinrot. Verhaltene Nase mit etwas Frucht und mineralisch-metallischen Noten sowie etwas Vanille vom Barrique-Ausbau im Rioja-Stil, eher reduktiv wirkend. Am Gaumen eine überzeugende Struktur, mittlere Länge und noch pelzige Gerbstoffe. In der aktuellen Verfassung noch deutlich von seiner besten Genussphase entfernt. Es überrascht, dass dies bei Gerstl der «Wein des Jahres 2019» ist.
Gesamturteil: Aktuell in einer schwierigen Phase: 16+/20
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