The Coppermine Road 1999

D’Arenberg, McLaren Vale
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 100% Cabernet Sauvignon
Jahrgang: 1999
Preis: Ca. CHF 50.–
Degustiert: 9/2018
Freudiger: Kräuterige Altersnoten dominieren die Nase, auch einige Medizinaltöne (Jod). Extrem mundfüllender Auftritt mit völlig unerwarteter Süsse. Ultimativ extraktreich, dicht, fast cremig im Mund. Viele Tertiäraromen. Daneben jedoch eine knackige Säure. Frucht hingegen ist kaum mehr vorhanden. Abgang mit prägnanten Eindrücken von Zigarrenkiste.
Gesamturteil: Für Gerontophile sicher 19 Punkte, für mich over the top; noch 16/20
Kaletsch: Purpur mit bräunlichen Rändern. In der etwas fehlerhaften Nase Kräuter, Jod, Bouillon, Zedernholz und Eukalyptus, aber leider auch oxydative und madeirisierte Töne. Am Gaumen dann lupenrein, dicht, extraktreich mit schönen Cabernet-Fruchtaromen und einer wunderbaren Extraktsüsse sowie schönen Länge.
Gesamturteil: Bei perfektem Bouquet 18,5, so nur 17,5/20
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The Standish 2003

Single Vineyard Shiraz, The Standish Wine Company, Barossa Valley
Rubrik: Ausnahmeweine
Trauben: 100 % Shiraz
Jahrgang: 2003
Preis: Ca. CHF 120.–
Degustiert: 11/2017
Freudiger: Schwarzes Rubin. Das Bouquet ist eine Orgie aus Gummibären, Minze, Brombeeren, Lakritze und Jod. Am Gaumen mit gewaltiger Wucht aber ohne mastig zu wirken, eingekochte, marmeladige Früchte und dennoch elegant. Aber erneut ein Eindruck von… nun, von Red Bull. Der Wein hat natürlich eine gewisse Reife erlangt, wirkt aber trotzdem noch voll von jugendlichem Elan. Interessant!
Gesamturteil: Ein Weltklassewein, der aber nicht meinem Geschmack entspricht. 19/20
Kaletsch: Dunkles Purpurviolett. In der Nase sehr fruchtig, schwarzbeerige Aromen, Minze und eine wunderbar eingebettete Holz-Note. Am Gaumen dicht und trotzdem elegant, unendlich lang, mit der Reifesüsse eines Weltklasseweins und gleichzeitig jugendlicher Power. Ein Meisterwerk von Dan Standish, der mit diesem Wein aus 100-jährigen Reben auf dem elterlichen Betrieb begann, als er noch Winemaker bei Torbreck war. Sehr rar!
Gesamturteil: Eine Trouvaille für vergleichsweise wenig Geld, 19+/20
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Henschke Cyril 2001

Eden Valley, Australia
Rubrik: Klasseweine
Trauben: 65 % Cabernet Sauvignon, 20 % Cabernet Franc, 15 % Merlot
Jahrgang: 2001
Preis: ca. CHF 100.–
Degustiert: 10/2017
Freudiger: Irritierende Gerüche von Trüffel und Camembert, aber auch Liebstöckel und Eukalyptus. Leichter Aceton-Stich. Üppige Fruchtsüsse, mundfüllender Pflaumenkompott, marmeladig, als ob angetrocknete Trauben im Spiel wären. Muskelbepackt aber gleichzeitig balsamisch, praktisch säurelos. Wirkt im eher kurzen Abgang etwas angenehmer, runder. Ich hätte blind wohl auf Italien getippt!
Gesamturteil: ev. leichter Fehler, 15+/20
Kaletsch: Tiefdunkles Purpur. Überreif-fruchtige Nase wie gekochte Beerenkonfitüre, dazu Zedern, Eukalyptus und bereits ziemlich penetrante Tertiäraromen. Sehr dichter, vielschichtiger Wein mit wunderschöner Reifesüsse. Perfekt eingebundene Barrique-Noten. Traumhaft ausbalanciert mit feinen Tanninen und einer beachtlichen Länge.
Gesamturteil: Fruchtbombe aus Down Under, 18+/20
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